Touren 2015
6. Masuren 2015

Eine Motorradtour nach Masuren (Polen) am 18.06.2015

Im Herbst 2014 beschlossen 4 Motorradfahrer vom Club „BMW-Freunde-Einfeld“ eine Urlaubstour nach Polen zu unternehmen. Zu diesen 4 Fahrern gehörten: Helmut, Karl Heinz, Peter und Herbert, alles motorradbegeisterte Rentner. Die Reise sollte unbedingt nach Masuren gehen, da die Ehefrau von Helmut aus Masuren stammt. Er möchte die Gegend einmal kennen lernen. Auf einem Treffen bei Peter wurden die Stationen der Reise, die Hotels und Termine festgelegt. Wir trafen uns bei Peter am 18.06.2015 um 9°° Uhr, und die Reise ging los. Wir fuhren über die B 404 Richtung Schwarzenbek-Grande auf die Berliner Autobahn. Nach 250 km war eine Tank- und Kaffepause eingeplant. Helmuts Motorrad hat nur eine Reichweite von 250-280 km, und wir wollten nicht wieder eine Gardinenschnur zum Schleppen benutzen müssen. Außerdem hatten wir über die Hälfte der Tagesetappe erreicht. Weiter ging es über den Berliner Ring 180 km bis nach Frankfurt/Oder, wo wir am späten Nachmittag ankamen und bis dorthin den ersten Abschnitt der Reise problemlos überstanden hatten. Als wir im City-Residenz-Hotel eingecheckt hatten, ging es auf die Suche nach einem vernünftigen Lokal, um unseren Hunger und Durst zu stillen. Nachdem wir einige Passanten danach befragten, wurden wir fündig. Es war ein uriges Lokal, an der Oder gelegen. Endlich waren wir alle satt, so konnten wir den ersten Tag zufrieden verabschieden.

Am 19.06. früh morgens nach einem ausgiebigen Frühstück ging die Reise weiter. Jetzt jedoch in Polen. Über die Autobahn E 30 fuhren wir sinnig Richtung Ostroda. Die Autobahn war in tadellosem Zustand, überspannt von vielen Brücken, auch etliche galten nur dem Wildwechsel. Bei dem Waldreichtum sind solche Brücken für Tiere erforderlich. Nach einer Tank- und Kaffeepause ging es weiter. Eine Provincialroad führte Richtung Ilowa. Von den vielen Seen, die es hier gibt, haben wir nicht viel sehen können, denn sie lagen verborgen in den dichten Wäldern. Am späten Nachmittag erreichten wir Ostroda. Erst musste das Hotel gefunden werden, umziehen war angesagt, und es ging auf Entdeckungsreise. Das Hotel Panorama lag direkt am Drewazsee. Die landschaftliche Prägung geht auf die vor über 20-tausend Jahre stattgefundene Bewegung der Gletscher zurück. Die Eiszeit schaffte eine hügelige Landschaft, Binnenseen, Flüsse und Wälder. Ostroda mit seinen 35.000 Einwohnern zählt zur viertgrößten Stadt im Ermland und Masuren. Ostroda, die Perle von Masuren, bietet einige Attraktionen: Die restaurierte Burg, die Mole am Drewizsee und dem Wasserskilift. Die 800 m lange Seilbahn ist an Pfählen auf dem Seegrund befestigt. Den Wassersportlern steht eine Fläche von 250 x 150 m zur Verfügung. Schön, dass wir diese Attraktionen vom Ufer aus kennen lernen durften. Am 21.06. nahmen wir Abschied von Ostroda, unser nächstes Ziel war Danzig. Wir brauchten nur bei dieser Etappe 140 km fahren, so waren wir gegen Mittag bereits angekommen. Der „Garmin“ half uns bei der Hotelsuche. Hotel 22. Die Motorräder stellten wir in einer bewachten Garage unter. Danzig erkunden war angesagt. Unser Fußmarsch ging durch den Park, den Königsweg entlang, vorbei an alten Patrizier Häusern, durch das Goldene Tor, am Neptun Brunnen vorbei, und schon standen wir am Hafen und dem berühmten Kranentor. Im Kranentor standen 2 hölzerne Drehkreuze mit einem dicken Hanfseil, das die Arbeiter wenn es nötig war, drehen mussten. Eine Last bis zu 4 Tonnen konnte auf die Weise bis zu 11 Meter in die Höhe gehoben werden. Dieses ist der größte mittelalterliche Kran in Europa. Der Hafenarm am Kranentor ist der „Alte historische Hafen“ an der Mottlau. Von hier starten zwei historische Schiffe die „Czarna Perta“ und die „Galleon Lew“ zur Westernplatte. Tags darauf kauften wir uns für diese Fahrt Karten. Es ging durch einen endlos langen Naturhafen, vorbei an historischen Getreidespeichern, der Bleihof-Insel und der Lenin-Werft. Ziel war die Westernplatte. Hier begann am 1. September 1939 um 4.45 Uhr der Beschuss durch den Kreuzer Schleswig-Holstein der 2. Weltkrieg und der Einmarsch der Deutschen in Polen. Die Besichtigung der Festungsanlagen sind ein Muss. Anschließend brachte uns das Schiff zurück.

Am nächsten Morgen starteten wir mit einem ausgiebigen Frühstück und dann unsere Weiterreise nach Kolberg. Bei schönem Wetter ging es die 230 km an der Ostseeküste entlang. Kolberg ist ein beliebter Kurort, und im Sommer tummeln sich hier zahlreiche Sommerurlauber. Nicht nur deutsche „Heimwehtouristen“ kommen nach "Kolobrzeg", man will hier das Mikroklima genießen und auch die beliebten Sanatorien mit den moderaten Preisen. 50.000 Einwohner fühlen sich hier an der Persante/ Perentamündung wohl, etwa 100 km östlich von Swinemünde entfernt. Unser Hotel “New Shanpol“ lang in einem Park mit altem Baumbestand und einem romantischen Springbrunne und schönen Spazierwegen in Strandnähe. Am Strand genossen wir die Aussicht. Hier am Wasser fanden wir ein Restaurant. Eine gute Mahlzeit ließ uns den Rest des Tages genießen. Am darauffolgenden Tag wanderten wir am Kur- und Erholungsheim, an Parkanlagen vorbei und am Wasser entlang. Dies war ein wunderbarer Erholungstag für Körper, Geist und Seele.

Am nächsten Morgen um 9.30 Uhr führte unser Weg die Küste entlang Richtung Stettiner Haff sowie grobe Richtung Greifswald. Eine Fähre setzte über einen kleinen Meeresarm und Swinemünde („Swinoujscie“) wurde erreicht. Natürlich mussten wir den obligatorischen „Polen-Markt“ in der Nähe aufsuchen. Bekleidung aller Art konnte man hier kaufen, auch Dinge, die bei uns so einfach nicht zu bekommen sind. Wer braucht denn einen Elektroschocker oder nicht mehr im Handel befindliche Unkrautvernichtungsmittel? Die Sonne begleitete uns bei unserem neugierigen Rundgang. Jetzt steht Anklam auf den Wegweisern und Greifswald, das wir am frühen Nachmittag erreichten. Kaum in Deutschland angekommen, ging es wieder mit Baustellen los und den entsprechenden Verkehrsstaus. Hier im Ort übernachteten wir im Hotel „Alter Speicher“, das ursprünglich ein Speicher war und wir durch Luken-Läden Fenster rausschauten. Das Hotel lag am Segelhafen, wo wir alte Segelschiffe bewundern konnten. Die Zimmer zeigten eine kleine, aber gemütliche, geschmackvolle Einrichtung. Im angebauten Wintergarten, mit einer wunderschönen Aussicht auf den alten Hafen und dem Fluss Ryck wurde gefrühstückt. Heute wurde Greifswald als Ruhetag unter die Füße genommen. Die Stadt gehört zu den Mitbegründern des Städtebundes der          H a n s e. Der denkmalgeschütze Markt mit dem Rathaus im Mittelpunkt war sehenswert. Nebenbei gab es so manche schöne Entdeckung. Auch dieser Tag neigte sich dem Ende entgegen. Jede Reise geht leider einmal zu Ende.

Die tags darauf folgende Strecke in die Heimat ging an Rostock und Wismar vorbei. 10 wunderschöne Tage bei Wunschwetter für uns Motorradfahrer zeigten auf dem Tacho 1750 gefahrene Kilometer an.

Autor: Herbert

 

 
5. Jahresabschlussfahrt

Jahresabschlussfahrt vom 01.10. – 04.10.15 nach Stollberg / Südharz

Do. 01.10.: Diesen Bericht schreibe ich für die Zuhause gebliebenen und für uns als Rückblick. Wir müssen einen Bonus bei Petrus haben, denn 3 Jahre in Folge dürfen wir Kaiserwetter genießen. Sehen wir zu, dass es auch so bleibt. Innerhalb unserer 4-Tagesreise bescherten uns die kalten Nächte und die zauberhafte Herbstfärbung des goldenen Oktobers. Zu Sylke und Detlev, der diese Tour wieder einmal führte, gesellten sich Birgit und Dirk, Monika und Fred, Robert, Klaus, Rolf und ich. Inge und Siegfried sowie Edith und Friedrich kamen mit dem Auto. Peter und Herbert begrüßten uns in Stollberg. Zuerst fuhren wir durch den Nebel bis Bad Bramstedt zur Shell Tankstelle. Langsam fraß die Sonne den Nebel auf. Um ein Streckenstück hinter uns zu bringen, fuhren wir auf der BAB 7 Richtung Hannover. In der Heide begann die Mais-Zuckerrüben- und Kartoffelernte. In den Mischwäldern stromerten Pilzsammler. Lauter Windparks standen bei Braunschweig. Die Landschaft wurde hügelig und gab weite, große Felder frei. Düfte aller Arten umwehten uns. Nicht nur gesunde Landluft. Herrliche Obstbaum bestandene Alleen säumten unseren Weg. Bis zur ehemaligen DDR-Grenze Nähe Helmstedt mit der Sonne von vorne ging es flott und zügig voran. Gleich danach gab Dietmar´s Maschine den Geist mitten auf der Straße und völlig abrupt auf. Wir umzingelten das kranke Krad, Fred versuchte vergebens den Fehler zu beheben. Ein Abschleppdienst brachte die Maschine mit Angelika und Dietmar 40 km entfernt nach Braunschweig in die Werkstatt. Wir waren inzwischen weitergefahren. Mit einer 800er BMW-Leihmaschine kamen sie später nach. Ein gemeinsames Essen, ein fröhlicher Schierke- Feuerstein-Trunk und Bierchen ließen den Tag ausklingen. Wir fanden uns gut im Hotel “Zum Kanzler“ aufgehoben und untergebracht.

Fr. 02.10.: Robert bekommt zum 81. Geburtstag ein Ständchen, einen Kuchen und eine Kerze zum Ausblasen. Es folgte eine Turnstunde. Pünktlich um 10 Uhr ging es vom Hof. Thale, der Ort wo die Bode plätschert, weisen Kyffhäuserkurven rechts und links den Weg. Hallo Jungs, hier muss euch doch vor Freude das Herz aus dem Anzug gehüpft sein! Sonne satt, azurblauer Himmel, frischer Waldduft, was kann schöner sein? Sylke fährt 1 A, das muss hier einmal gesagt werden. Aber auch wir hinten auf dem Motorrad wollen mal erwähnen, was wir so aushalten müssen bei der tollen Fahrerei. Fachwerkhäuser mit wunderbaren Holz- und Schieferverkleidungen findet man allerorts. Manchmal deuten Lehmwände auf uralte Strukturen hin. Die Feldsteinkirchen sind wunderschön. Wie oft wir die Selke, die kalte, die warme Bode überquert haben, habe ich nicht gezählt, auch nicht die zahlreichen Rodes. Naja Holz steht hier reichlich im Wald. Auf dem Hexentanzplatz fanden wir uns Weibsen dann ganz gut aufgehoben. Im Gasthaus „Toderode-Zum Alten Forsthaus“ war nicht jeder mit seiner Auswahl zufrieden, aber Moni war glücklich dass sie einen Hirsch reiten konnte. Es ging weiter zurück zum Ort Thale bergab, so steil, dass der Himmel uns glauben ließ, dass wir in ihn hineinfliegen wollten. Die Straße 230 ist mir bös in Erinnerung, sie ist wirklich reparaturbedürftig. Ansonsten gleiten wir über makellosen Asphalt .Ich stelle mir die Frage, womit man hier sein Geld verdient. Ein Gipswerk liegt am Wegesrand, Holzverarbeitung ist angesagt, Ackerbau ebenfalls. Obstplantagen gibt es auch, den Tourismus nicht zu vergessen. Energiegewinnung mit Windkraft- und Solaranlagen. Riesige Flächen bestückt stehen bei Roßla. Hier packte die Männer der Kyffhäuser Wahn. Man glaubte es kaum, 36 Kurven hinauf auf den Kyffhäuser, oben angekommen, eine Runde drehen, sofort wieder 36 Kurven runter. Das reicht doch für den Rest des Jahres. Ein gutes Essen und ein fröhliches Beisammensein ließen den Tag ausklingen.

Sa. 03.10.: Gestern haben wir den Osten des Harzes erfahren, heute den Westen. Ein gutes Frühstück hebt die Stimmung. Gym auf dem Hotelparkplatz. Um 10 Uhr brummten alle Motoren. Wir fuhren um die Statuen Gruppe des Bauernführers Münzer (1489-1525) herum, an den schmucken Häuserzeilen vorbei auf die Route. Wir fuhren an einer Papierfabrik vorbei und an Sägewerke. In Kurven, was sonst, ging es rauf zur Ziegenalm. Es kann doch nicht sein, dass wir nur plattgefahrene Tiere auf der Straße finden! Und schon schnürten zwei Füchse für uns über die Wiese. Ich glaube, dass Angelika uns zum Rodeln animierte. Welch ein Gaudi! Wir haben die Männer auch auf die Piste geschickt. Auf dem Andreasberg konnten wir den Rodelspaß wiederholen. Dirk und Birgit reizten die Geschwindigkeit aus, und Birgit fand sich außerhalb der Bahn wieder. Ein Pflaster auf dem Finger behob die entstandene Blessur. Alle guten Dinge sind drei, dachten wir und mussten feststellen, dass diese Bahn keinen Pepp bot. Irgendwo gab es an einem Stausee eine Kaffeepause. Im Cafe zum“ Windbeutel König“ war der Andrang zu groß. 2 Stunden Wartezeit war angesagt. Da kann man doch auf den Beutel pfeifen. Ab Torfhaus bei dem spinnennetzähnlichen Straßen kreuz und quer kann ja nichts anderes herauskommen. Ich fühlte mich in den Ruhrpott versetzt. Kraftfahrzeuge waren kilometerweit rechts und links der Fahrbahn geparkt. Bei uns im Ort im „Cafe Alt“ im romantischen Hinterhof genossen wir leckeren Kuchen und von Dietmar den „Herbstzauber“ ein gesponsertes Getränk, das uns lustig machte. Das Wasserplätschern des kleinen Baches im Rücken. Angelika fand das Fahren mit Dietmar auf der 800er BMW schrecklich. So saß sie letztendlich alleine drauf und fuhr nach 3 Jahren Fahrpause ihren eleganten Fahrstil. Dietmar brauchte beinahe eine Spucktüte in Freds „Biene Majas Seitenwagen. Moni fuhr bei Herbert mit. Endlich waren wenigsten einige Leute glücklich. Mit unserem Führer Detlev würde sich so mancher Club glücklich schätzen. Detlev wir danken dir für deinen Einsatz. Sylke folgte dir treu auf deinen Spuren. Unsere „Gang“ benahm sich vorbildhaft. Wir senden unserem Schutzengel ein Dankschön für seine Obhut. Ein Danke an alle Mitfahrer, auch die vier Autofahrer mit eingeschlossen, die zum guten Gelingen der Tage beitrugen.

So. 04.10.: Rückreisefieber befiel erneut drei Mitfahrer. Wer kann das gewesen sein? Der Glaube, dass man die letzte Abschlussfahrt nicht toppen kann, ist mit dem heutigen Datum hinfällig. Was wir allerdings dem Harz und seinen Bewohnern zumuten ist schon irgendwie unverantwortlich. Wer nicht auf der Tour auf seine Kosten gekommen ist, hat selbst schuld. Das gilt natürlich nicht ganz für Angelika und Dietmar. Hut ab, sie machten aus ihrer Panne das Beste. Beim nächsten Treffen erfahren wir den wahren Ablauf.

Autoren: Gisela und Rolf

 

 
4. Maasholm

02.08.15 - Maasholm

Am Sonntag hatte Friedrich zur Ausfahrt gen Norden eingeladen. Er schrieb wörtlich: der Sommer kommt zurück und wer nicht im Urlaub bzw. in Wacken ist, der ist herzlich eingeladen zur Motorradausfahrt in Richtung Angeln, Kappeln und Maasholm. Also fanden sich am Sonntag gegen 10:00 sieben Mopeds mit 8 Personen ein, um an der Ausfahrt teilzunehmen. Das versprochene Wetter bleibt beim Hoch und die Ausfahrt startete pünktlich um 10.00 Uhr (eine sehr angenehme Startzeit!)

Er führte uns über Hinterhöfe und Schleichwege in Richtung Norden. Das heißt: Kanalfähre Sehestedt, Altenhof, Eckernförde, Kappeln. Wir parkten am Hafen von Kappeln und mussten feststellen, das Hunderte von Motorradfahrern schon da waren. Also würde das bedeuten, für ein Fischbrötchen lange anzustehen. Wir entschlossen uns, nach Maasholm weiterzufahren. So wurde im Hafen von Maasholm geparkt und ein Fischbrötchen gegessen. Auf dem Deich von Schollrott ging die Reise weiter nach Pommerby zum Cafe Möwe Jonathan. Hier wurde sich bei Kaffee und Kuchen ausgiebig gestärkt. Danach ging es über Gelting, Dollrotwatt, Uhlekuhl nach Lindaunis über die Schlei. Wir fuhren an goldgelben Getreidefeldern und reichlich Wasser durch Riseby, Kosel, Osterby, am Wittensee vorbei zur Fähre Landwehr. Dann folgte Rumohr, Blumenthal und Bordesholm zum Endpunkt Mühbrook.

Ich hatte das Gefühl, kein Vorgarten oder Hinterhof ausgelassen zu haben. Von dort trat jeder seinen Heimweg an.

Gesamtlänge: 240 km, unterwegs waren wir ca. 8:1/2 Stunden

Wir danken Friedrich für diese schöne Tour ! Das Wetter hat er auch prächtig hinbekommen.


Autor: Karl-Heinz Techau

 

 

 

 
3. Pfingsttour

Pfingsttour  24.05.2015

Diesen fast wolkenlosen, blauen Himmel wollen wir heute bei unserer Tour genießen. Dazu finden sich ein.

Monika, Fred und Marianne in der“ Biene Maja“, Robert, Peter, Angelika als Sozia mit Dietmar und ich als Sozia mit Rolf. Dazu gesellen sich Andreas, Carsten und Frank - Freds Berliner Freunde - die in der Nähe bei Kappel mit Familie einquartiert und herübergekommen sind, um mit uns zu fahren. Über Flintbek, Achterwehr führt Fred uns Richtung Landwehr zum Kanal. Ein großer beeindruckender Pott zieht gerade an uns vorbei. Auf der anderen Seite fällt die erste Pause an. Die Sonne begleitet uns übrigens auch den ganzen Tag, die schwach scheinende Mondsichel steht auch am Himmel. Zu warm sind wir nicht angezogen, denn der kalte Wind ist mit von der Partie. An das Grün in Feld, Wald und Flur haben wir uns längst gewöhnt, trotzdem sind wir noch davon begeistert. Monika muss dem mit einer groß aushohlenden Hand in die Natur Ausdruck verleihen. Sie hat Recht, die Natur öffnet nach dem öden Alltag unsere Sinne. Ja, Schleswig-Holstein ist ein Agrarland. Biogasanlagen beweisen das Allerorts. Die 1.Mad findet frühzeitig statt, Heuduft schnuppern kann man selten, denn der Schnitt landet in der Silage. Pferde werden gezüchtet, oft stehen sie mit ihren Fohlen auf der Weide.

Es geht Richtung Eckernförde, wo wir uns im Hafen ein obligatorisches Fischbrötchen gönnen. Nun ratet mal, wen wir auf dem Rückweg zu den Motorrädern treffen? Detlev und Sylke und deren Freunde, die wir auch gut kennen. Man flüstert hinter vorgehaltener Hand, dass sie gerne einmal mit jüngeren Leuten zusammen sein wollen. Kann man ja wirklich gut verstehen. Dieses Problem kennen auch andere Clubs, Nachwuchs ist schwer zu bekommen. Vorbei an der zauberhaften Bucht rodeln wir Richtung Kappeln. Manchmal glaubt man durch die Propstei zu fahren, so weit öffnen sich die hügeligen Felder, wo der Wind die Grannen der Gerste streift und sie in eine Richtung bewegt. Kurz vor dem Ort gibt es einen kleinen Stau, wir wissen auch warum. Die Brücke über die Schlei wird bei Bedarf für große Segler geöffnet. Im vollgeparkten Hafengelände parken wir, aber nicht gerade an zulässigem Ort. Alltags wird er für Zulieferer benötigt. Aber heute….. Natürlich gibt es wieder Meckerer, die die Polizei verständigen wollen. Lassen wir uns einschüchtern? Schnur stracks marschierten wir unter der Brücke durch zur Fährschänke, in der Fred für uns und den Berliner Familienclan Plätze reserviert hat. In einer Hinterstube, klein aber nett genießen wir gemeinsam Essen und Getränke. Die drei „Berliner“ kurz gesagt, begleiten uns ein Stück auf dem Heimweg. Friedrich führt uns erneut zur Kanalfähre Landwehr. Hier wollen zwei leibliche Vierbeiner mit Reiterinnen übersetzen. Zwei Autos dürfen nur aus Sicherheitsgründen mit. Das Hin- und Zurück dauert wirklich wenige Minuten. Ihr glaubt nicht, was alles unterwegs ist. Motorräder ohne Ende. Den Fahrkrach ertragen nur die Raubvögel oben in der Luft. Autos(Oldtimer), Rennradfahrer, Radler, Wanderer, Fußgänger, Männer, die ihre Frauen ausführen und die wiederum ihre Vierbeiner. Wir beschließen den Tag mit eingeladenen Gästen. Angelika und Dietmar, Karl-Heinz und wir machen uns über den Kartoffelsalat usw. her. Mit nettem Gespräch lassen wir den Abend ausklingen, der wieder einmal sehr gelungen ist.

Danke für die nette Führung. Bei „194“ km Strecke mag ich nicht mehr auf dem Bock sitzen. Und was sagen die Hartgesottenen?

Autoren:

Rolf und Gisela

 

 
2. Palmencafe Sierhagen

FAHRT INS GELBE

Donnerstag, den 14.05.15 , Himmelfahrt und Vatertag.

Friedrich, führt diese Tour in den Raps mit der Hoffnung, dass trotz Frühblüte genug Gelbes leuchtet. Zuerst leuchtet er selbst in seiner orangefarbigen Weste. Fred in seiner gelben als Schlussleuchte. Um 10.30 Uhr treffen wir uns wie immer an der „Tanke“. Zehn begeisterte Teilnehmer finden sich ein. Marianne sitzt im gelben Seitenwagen von Fred, ich hocke bei Rolf als Sozia hinten drauf, Monika, Sylke, Helmut, Robert und Siegfried sind mit von der Partie. Morgen gibt es die kalte Sophie, aber heute mit 9 ° ist sie bereits präsent. Erst um 12.00 Uhr geben die Wolken die Sonne frei und wärmt uns mit ihren Strahlen. Das schmälert keinesfalls unser Unternehmen.

Wo de Ostseewellen trecken an den Strand, wo de geelen Bloom blöhn int wiede Land, wo BMW-Motorradfahrer aus Einfeld fahren bis zur Waterkant, das ist unsere Heimat, unser tolles Land.

Bergauf- und ab, zwischen Feld und Flur, immer an Herzen der Natur hinterlassen wir unsere Spur. Friedrich leitet uns gekonnt durch kleine ausgesuchte Straßen-, Kastanien- und Eichenalleen. Manchmal grasen Pferde auf der Weide, selten Kühe und Schafe. Es ist ein riesiger Fahrspaß durch all die Rechts- und Linkskurven zu rodeln. Alle Fahrerherzen müssten jetzt vor Freude aus dem Anzug springen. Prima Reifen-abrieb, denke ich so vor mich hin, sonst habe ich ja keine Ahnung von der Technik. Das „Palmen-Cafe“ in Sierhagen ist unser Ziel. Es ist eine betriebene Gärtnerei, deren Ursprung aus dem 17. Jahrhundert stammt. In dieser Zeit ließ ein Herr „Plessen“ ein Treibhaus für nicht winterharte Pflanzen errichten. Nun ist es ein Ausflugziel. Das bekommen wir auf dem Parkplatz zu spüren. Mit etwas Geduld finden wir eine Lücke. Sind denn alle Leute der Welt auf diese Idee gekommen diesen Platz aufzusuchen? Sind wir alle am Verhungern? Es sieht fast so aus. Aber dieser Garten bietet auch ein wundervolles Ambiente, somit muss man auch mit erhöhten Preisen vorlieb nehmen. Bald sind zwei Tische zusammengestellt, Stühle organisiert und wir machen es uns gemütlich. Die Bedienung lässt nicht lange auf sich warten. Kaffee und Kuchen, Würstchen und Kartoffelsalat, belegte Brote werden aus Wunsch schnell serviert. Wir sind alle wieder glücklich. Die nette Gesprächsrunde wird in Anbetracht der Heimfahrt beendet. Wusstet ihr, dass man bis in die Nähe von Neustadt volle 4 Stunden Fahrzeit braucht? Klar braucht man. Es gilt nämlich kleine Dörfer und Ortschaften zu durchfahren. Allein auf kleinen Landstraßen, durch Wälder und Wiesen mit den gelben süßduftenden Rapsfeldern darf man nicht das Aufpassen beim Fahren vergessen. Prima, dass ich in die Landschaft schauen kann. Es ist in dieser Jahreszeit einfach traumhaft schön. Aber es wollen auch andere Menschen den Tag genießen. Pferdekutschen, Radler „Möchtegern Väter“ sind auf der Walz. Ein Spielmannszug mit einer Feuerwehrkapelle und Trachtengruppen kreuzen unseren Weg. Jedem Tierchen sein Pläsierchen. Auf der Rücktour kommen uns die Straßen wieder bekannt vor. Am Plöner See vorbei, durch die verwunschene Allee bei Nehmten, linker Hand liegt der Stocksee, dann fahren wir durch einen saftig grünen Waldbereich bis nach Kirschenholz. Wir müssen nachschauen, was die Leute dort so treiben. Nichts besonders stellen wir fest. Ein Monstrum von Trecker bringt gerade eine Fuhre grölender Männer von der Ausfahrt heim. Ob deren Bett wohl heute Nacht schaukelt? Hier trennen sich dann unsere Wege.

Lieber Friedrich (Edith schließen wir mit ein) ein unbezahlbares Dankeschön für diese interessante Tour. 238 Km zeigt unser Tacho an.

Wieder einmal stellen wir fest, dass unser Schleswig-Holstein eine wunderbare Landschaft bietet.

Autoren:

Rolf und Gisela

 

 
1. Erste Ausfahrt

Erste Clubausfahrt am 02.05.15

 

Die Einladung kam sehr kurzfristig, aber sie fand statt. Es trafen sich 5 Motorradfahrer mit einer Sozi. Das Wetter war trocken und sonnig, aber kalt. Sie fand am Weltfischbrötchentag statt, also starteten wir geführt von Karl-Friedrich über Nebenstraßen in Richtung NO-Kanal. Wir fuhren über Willenscharen, Rade, Poyenberg, Puls und Reher zur Kanalfähre. Zwischendurch ließ der Wettergott einige Regentropfen vom Himmel fallen. Angekommen an der Kanalfähre Fischerhütte konnten wir uns mit einem Fischbrötchen belohnen. Uns ist zwischendurch aufgefallen, das der Raps schon seine Farbe zeigt. So steht die nächste Tour ins Gelbe schon an. Fast einhellig orderten wir ein Matjesbrötchen, bis auf unseren Seemann, der eine Wurst vorzog.

So gestärkt ging die Fahrt weiter über Prinzenmoor, Hamdorf, Schülp, Brammer und Nortorf zum Mittelpunkt -  nicht der Erde - sondern Schleswig-Holsteins. Nach Fotoschooting und Kurzaufenthalt ging es zum Kaffee auf den Swinggolfplatz bei Nortorf. Dort konnten wir uns an Kaffee und Kuchen stärken.

Nach anschließender Weltverbesserung löste sich der Kreis auf und es ging nach Hause.

 

Autor:

Karl-Heinz