Expedition Gelb

Der Einfelder BMW - Club trifft sich am 10.05.09 um 10:00 Uhr bei der TOTAL - TANKE, um eine Expeditionsfahrt ins Gelbe zu starten. 19 Teilnehmer mit 16 Maschinen finden sich erstaunlicher Weise ein. Anne wünscht uns einen schönen Tag. Bei einem traumhaften Muttertagswetter steigen wir auf, nachdem Robert sich die Signalweste angezogen hat, da er als Letzter fährt. Die Route führt großräumig um den Plöner See und Umgebung. Kann es sein, dass wir etliche Straßen bereits unzählige Male gefahren sind? Klar! Das wird sich aber im Laufe des Tages noch gewaltig ändern, wie wir zugeben müssen. Die Räder nehmen abwechseln die rechten und linken Kurven. So entsteht eine Ausgewogenheit des Abfahrens der Reifen, denke ich so vor mich hin. So und nicht anders fühlt sich Fahrspaß pur an. Ein Vorgriff als Vatertaggeschenk, nächstes Jahr allerdings mit einbezogen.

Nach der 2.Pause, da wo abgebaute Kiesvorkommen waren, und die Landschaft renaturiert wird, irgendwo vor Bad Segeberg, und Travental leuchten die Rapsfelder mit der Sonne um die Wette. Auf dem Rastplatz vor Plön, gönnen wir uns ½ Stündchen Auszeit. Hier muss man anhalten, um die originellen Motorradtypen und ihre Gefährte zu bestaunen, uns mit eingeschlossen. Friedrich verspricht uns ab jetzt das High - Light der Tour. Wir glauben ihm, obgleich wir bis hierher auch äußerst zufrieden sind. Denn die Natur zeigt uns ihre volle Pracht. Wir sind nicht allein unterwegs. Reiter bleiben oft stehen, um die knatternden Ungeheuer vorbei zu lassen. Störche zeigen sich auf den Wiesen. Ein Hasenpaar hoppelte durch eine Furche davon. Raubvogeleltern führen ihrer Nachkommenschaft die Flugkünste vor. Bei Schieren, Krems II, Blunck, Schmalensee, Belau strotzt es leuchtend gelb, so wie wir es nur in dieser Jahreszeit einmalig vorfinden. Ein wahrer Blütenzauber- und süßlicher Duft nebelt uns ein. Hier müssen die Insekten einen Freudentanz aufführen. Hügelab- und auf mit Schwung und oft auch nur unsere Gang auf der Straße, kann es schöner sein? Der Fliederduft weht uns aus den Hecken und Knicks entgegen. Nur durch die Feldeinfahrten wird es möglich einen Blick zu werfen, seit das Laub sich entfaltet hat. Aber oft genug eröffnet sich die Möglichkeit in die Landschaft, Felder, Wiesen und Wälder zu schauen. Beim Erkunden dieser Fahrt per Auto, führte Edith eine Strichliste über die Rapsschläge am Wegesrand. Unglaublich! Sie zählte links 64 und rechts 62 und im Hintergrund weitere 46 Felder. Über Plön, Lebahn, Wakendorf, Preetz, Postfeld rodelten wir elegant nach Böhnhusen bei Flintbek. Auf dem Hof Treptow, einem beliebten Ausflugsziel, lockten Kaffee und Kuchen leckerster Art. Friedrich legt offiziell ab jetzt die Verantwortung ab.

Wir bedanken uns alle sehr herzlich für die liebevolle Vorbereitung und Ausführung der Tour für diesen einmalig, gelungenen Tag bei Edith und Friedrich.

Elke, Robert, Sylke, Detlev, Angelika, Dietmar, Andrea, Michael, Karl-Heinz, Siegfried, Guido, Werner, Walter, Klaus, Jürgen, Rolf, Gisela.

Text: Gisela