Jahresabschlussfahrt nach Ostfriesland vom 04.09.-07.09.2008

Die Tour wurde organisiert von Karl-Heinz und Siegfried. Abfahrt war am Donnerstag von der Totaltankstelle. In einer Gruppe mit zunächst 14 Motorrädern ging es zeitweise auf recht voller Autobahn Richtung Bremen. Auf dem Rastplatz Grundbergsee trafen wir zufällig auf Edith und Friedrich-Karl. Anschließend fuhren wir weiter bis Papenburg, unter anderem über die schmalste Straßenbrücke Deutschlands, Ledabrücke 1,98m breit, bis zur Meyerwerft. Dort trafen dann auch Birgit und Dirk auf die Gruppe. Von der Größe der Hallen der Meyerwerft waren wir beeindruckt. Die anschließend gut 2-stündige Besichtigung war sehr interessant und informativ. Uns wurde erklärt wie Schiffe gebaut werden (so etwa wie mit LEGO - Steinen) und wie die sehr aufwendige Überführung der Kreuzfahrtschiffe auf der Ems stattfindet. Danach ging es in nördlicher Richtung an Kanälen, Wassergräben und Windmühlen vorbei ans „Große Meer“ ins Hotel Großes Meer. Das „Große Meer“ ist ein Flachmoorsee mit einer Fläche von 461 ha und einer Tiefe von nur 0,70 – 1,50 m Tiefe. Hier kam dann auch Markus an. Nun war unsere Gruppe mit 19 Personen auf 17 Motorrädern komplett. Die Verteilung der Zimmer war schnell erledigt und beim Abendessen a la carte und der 1. Runde „Klabautermann“ als Begrüßungsschnaps vom Wirt hatten wir einen gemütlichen Abend.

Am Freitag ging es um 9.20 h auf eine ca. 170 km lange Ausfahrt. Zunächst stand eine Kurzbesichtigung des Ems – Sperrwerkes auf dem Programm, das sicher viele von uns an das Eidersperrwerk erinnert. Über Gandersum, Petkum, Jerssum und Borsum fuhren wir nach Emden. Kurze Stadtbesichtigung war angesagt, vorbei am Dat Otto - Huus, schnell über den Wochenmarkt und schon fuhren wir weiter zur Mittagsrast nach Greetsiel. Am Hafen gab es Fisch- und Krabbenbrötchen. Frisch gestärkt und auf dem Deich ausgeruht ging unsere Tagestour weiter, immer am Deich entlang, parallel zu den ostfriesischen Inseln nach Bensersiel zur Kaffeepause. Leider wurden wir nicht ins Café gelassen ohne vorher Eintritt von 2,00 € (Kurtaxe) zu zahlen. Das sah dann keiner ein und es ging in den Ort zum Kaffeetrinken, Apfelstrudel und Eisessen. Anschließend fuhren wir ins Hotel, wo der Wirt für uns Fischessen satt vorbereitet hatte. Auf dem Weg dorthin bekamen wir dann doch noch unseren schon angekündigten Regen, bei dem ist es auch geblieben ist. Das Essen war sehr gut und der Abend wurde wieder mit einigen Gesprächen und Getränken verbracht.

Die Fahrt am Samstag, Abfahrt 9.30 h, führte uns über kleine Straßen an sehr gepflegten Gärten und sehenswerten alten Windmühlen vorbei. Unser östlichstes Ziel war heute Wilhelmshaven. Die Fahrt führte an lang gezogenen, schnurgeraden Kanälen entlang. Dort auf der Promenade konnte man auf den Strand der Nordsee blicken, in der Sonne sitzen und einen Imbiss nehmen und das ganz ohne Kurtaxe! Schon ging es wieder los, Richtung Norden bis Carolinensiel. In Carolinensiel wurde das Fahrzeug gewechselt, wir sind mit dem Raddampfer nach Harlesiel und zurück gefahren. Vorher hatten wir etwas Zeit zum Verweilen am Hafen von Carolinensiel. Zurück fuhren wir an Aurich vorbei auf schnurgerader Straße in unser Hotel. Dort erwartete uns der Wirt an unserem Abschiedsabend mit einem Tablett Klabautermann und einer reichhaltigen Fleischplatte. Der Abend klang feuchtfröhlich, bei guter Laune und einigen Runden Klabautermann und Friesengeist aus. Zum Friesengeist gab´s jedes Mal folgenden Spruch:

„Wie Irrlicht im Moor, flackert´s empor

Lösch aus – trink aus, genieße leise,

auf echte Friesenweise.

Dem Friesen zur Ehr – vom Friesengeist mehr.“

Den beiden Organisatoren, Siegfried und Karl-Heinz, wurde noch einmal für die gute Planung und Führung gedankt und ein dickes Lob ausgesprochen. Die Heimfahrt fand dann individuell in kleinen Gruppen statt. Alles in Allem wieder eine gelungene und schöne Jahresabschlusstour.

Text: Angelika und Dietmar