Saisonstart zu Opa Thede nach Ostrohe

Endlich geht es wieder los – zum diesjährigen Saisonauftakt am 27.4.2008 sollte es nach Ostrohe bei Heide in Dithmarschen gehen, wo Opa Thede uns in seinem Zweiradmuseum erwartete. Bis 10 Uhr fanden sich am üblichen Treffpunkt 10 Maschinen ein, die bei besten Wetterbedingungen Gelegenheit hatten, zu einer schönen Ausfahrt geführt zu werden. Anne hatte ihr Navi zu Hause mit Wegpunkten gefüttert, und so gelangten wir auf kleinen und kleinsten Nebenstraßen (Kreisstraßen zweiter und dritter Ordnung) ganz allmählich und doch nicht langsam Richtung Westen über Krogaspe, Timmaspe, Gnutz durch den Naturpark Aukrug nach Heinkenborstel, Mörel, Rade, Tappendorf, Remmels, Osterstedt bis zu unserem ersten Stopp in Gokels. Auch ein kurzer „Streik" von Annes Navi unterwegs mit einer insoweit nicht geplanten und ebenfalls kurzen Pause konnte der guten Laune keinen Abbruch tun.

Der Grill „Am Zolle", mit einem ausreichend großem Parkplatz direkt an der früheren Bundesstraße gelegen, hatte geöffnet, so dass für Jedermann etwas für eine kurzweilige Pause geboten war. Für mich unverständlich wird jedoch immer bleiben, warum einige Fahrer von Maschinen fernöstlicher Herkunft unbedingt im zweiten Gang mit geschätzten 120 bis 130 km/h durch Gokels in Richtung Schenefeld rasen müssen. Kopfgeschüttel inklusive. Gestärkt (und teilweise sicherlich auch sanitär entspannt !) ging es dann über Hanerau-Hademarschen, die Kanalfähre Fischerhütte, Offenbüttel, Osterrade, Tellingstedt und Barkenholm auf den Hof von Opa Thede. Auch für diejenigen, die vor Jahren schon einmal da waren, hat es sich gelohnt, diese umfangreiche Sammlung von über einhundert Jahren Zweiradgeschichte erneut zu bestaunen. Wo früher Kühe im Stall standen und Heu gelagert wurde, finden sich Zweiräder mit (und einige wenige ohne) Motor aus allen Jahrzehnten des vergangenen Jahrhunderts. Und zu jeder Maschine hat Herr Thede eine kleine Anekdote oder Geschichte parat. Nach seiner Führung im Inneren hatten wir draußen auf dem Hof Gelegenheit, Hochrad zu fahren oder auch ein präpariertes Fahrrad, zu dessen Antrieb rückwärts zu treten ist, während vorwärts treten die Fahrt sofort beendete. Zurück über Pahlen und Erfde erreichten wir die B 202 und fuhren wenige Kilometer Richtung Osten durch das Königsmoor, um hinter Friedrichsholm uns rechts „in die Büsche" zu schlagen. Über schmalste Moorstraßen („single track") mit annähernd rechtwinkligen 90° Kurven führte uns Anne zur „Hohner Fähre", wo wir zur Kaffeezeit in der gleichnamigen Gaststätte einkehrten und uns Kuchen und Eis schmecken ließen. Danach ging es über Fuchsberg, Kleinmoorhof (auch hier: besser ohne Gegenverkehr), Bargstall, Westermühlen und Hamdorf zur Kanalfähre Breiholz. Die Überfahrt zum Südufer nahm etwas mehr Zeit in Anspruch als sonst üblich, weil der Fährmann wohl meinte, mit so einer Meute Motorradfahrer könne man ja einmal ein Looping auf dem Wasser drehen: „Fährballett". Dabei waren wir nicht die einzigen Fahrgäste auf der Fähre ! Über Legan, Luhnstedt und Bargstedt erreichen wir den Parkplatz bei Nortorf an der B 205, wo der offizielle Teil unserer ersten Ausfahrt 2008 endete.

Es war ein gelungener Auftakt: Wir fahren immer wieder gerne mit, wenn Du eine Tour anbietest, Anne.

Text: Oliver