Eidersperrwerk

Am Sonntag, den 19. August traf sich eine kleine Gruppe von 7 Motorrädern und 8 Personen, um Detlev auf seiner Tour zum Eiderstauwerk zu begleiten. Bei strahlendem Sonnenschein setzten wir uns in Richtung Krogaspe in Bewegung. Auf kleinen, kurvigen Straßen ging es über Gnutz, Remmels, Warringholz und Bokelrehm zur Fähre „Hochdonn". Dort war die dringend notwendige Pinkelpause angesagt. Inzwischen hatte sich die Sonne hinter dicken Regenwolken versteckt, die wir aber bis dorthin gut umfahren haben. Als sich alle etwas gestärkt hatten, ging es mit der Fähre über den Nord-Ostsee-Kanal. Nach der schönen kurvigen Landschaft folgte nun das schnurgerade, wie mit dem Lineal gezogene Dithmarschen. Das größte Kohlanbaugebiet Deutschlands bot mit seinen riesigen Kohlfeldern ein beeindruckendes Bild. Unsere Fahrt führte uns über Sankt Michaelisdonn und Marne an die Westküste.

Dort mussten wir wenigsten einmal über den Deich schauen, ob das Wasser da war. Leider war es gaaaaaanz weit weg. Dafür beobachteten wir die dort weidenden Schafe und besahen uns den Kohl von der Nähe. Nach vielem Hin und Her stellten wir dann fest, dass es sich auf dem nahe gelegenen Feld um Rosenkohl handelte. Nur noch ein paar Kilometer und wir hatten Friedrichskoog erreicht. Im Hafen konnten wir uns mit leckeren Fischbrötchen versorgen. Petrus sorgte mit ein paar leichten Regentropfen dafür, dass die Straße nicht zu staubig wurde, aber so richtig Regen konnte man es nicht nennen was dort vom Himmel fiel. Gut gestärkt führte uns Detlev immer hinter dem Deich entlang, an Meldorf vorbei, über Wesselburen zum Eidersperrwerk. Das Sperrwerk mit seinen fünf, jeweils 40 Meter breiten Sielöffnungen wurde von 1968 bis 1973 im Mündungstrichter der Eider gebaut. Nachdem wir uns alle über die technischen Daten informiert hatten, setzten wir die Fahrt in Richtung Tönning fort. Dabei durchfuhren wir das „Katinger Watt", ein Naturschutzgebiet an der Eider. Es ist schon beeindruckend wir unterschiedlich die Landschaften in Schleswig-Holstein sein könne. Über Bundesstraßen, Querverbindungen und kleinen, aber immer asphaltierten Wegen erreichten wir unser Kaffeeziel, das Fährhaus an der Lexfähre. Wie für uns gemacht, wurde gerade ein großer Tisch frei und wir ließen uns gemütlich nieder. Es wurde mal wieder richtig geschlemmt, die Torten und das Eis schmeckten vorzüglich, und die Sonne hatte sich auch inzwischen wieder durch die Wolken gekämpft und glühte auf unseren Rücken. Nachdem wir dann alle wieder vom Kaffee munter waren, ließen wir unsere Maschinen wieder rund laufen. Bei Oldenbüttel überquerten wir den Nord-Ostsee-Kanal in Richtung Süden und erreichten über Hohenwestedt, Meezen und Rade unser Endziel „Brokstedt". Bei Sonnenschein sind wir losgefahren und bei Sonnenschein wurde die Tour beendet. Es war eine sehr schöne Ausfahrt und die 300 km haben wir nicht als anstrengend empfunden. Gerne fahren wir wieder mit, wenn du eine Ausfahrt anbietest.

Text: Anne