Glücksburg

Edith und Friedrich luden uns zu einer Fahrt nach Glücksburg ein. Die Sonne schien und wir waren froh, als uns der Fahrtwind etwas Kühlung brachte. Pünktlich um 9.30 Uhr starteten 16 Motorräder in Richtung Innenstadt, Ehndorfer Straße!! Nanu, habe ich in Geographie nicht aufgepasst? Ich war immer der Meinung, dass Glücksburg von Neumünster aus im Norden liegt. Na, ja, er wird schon wissen, was er macht. Und richtig, Friedrich führte uns über kleine Nebenstraßen, die ich auch noch nicht gefahren bin, nach Aukrug. Immer parallel zu den befahrenen Bundesstraßen erreichten wir die Bundesstraße 77, die uns unter dem Nord-Ostseekanal auf die Nordseite brachte. Das Wetter schlug um, und von weitem ahnten wir, was sich dort vor uns zusammenbraute.

Unsere erste Pause erreichten wir kurz vor Lohe auf einem Naturparkplatz. Als wir gerade den Kaffee ausgepackt hatten, schüttete es wie aus Eimern. Jeder suchte sich einen Platz unter Bäumen, um ein wenig Schutz zu finden. Als der Regen etwas nachließ, fuhren wir weiter. Wieder hat Friedrich die richtige Mischung zwischen kleinen Straßen und den Bundesstraßen gefunden. Wir mussten feststellen, dass es in Schleswig-Holstein wunderschön ist. Aber so richtig freundlich vom Wetter her wollte es einfach nicht wieder werden. Bei unserer nächsten Pause am Havetofter See waren einige Biker bis auf die Haut nass!! Aber die Harten fuhren mit uns weiter nach Glücksburg, wo das Wetter wieder trocken und schwül war. Wir hatten 1 ½ Stunden Aufenthalt, den man nutzen konnte, um das Schloss zu besichtigen oder das Rosarium, oder einige relaxten einfach. Das Rosarium war wunderschön, leider waren wir etwa eine Woche zu spät, so dass ein großer Teil der Rosen schon verblüht war. Man konnte aber ahnen welche Pracht das gewesen sein muss. Als sich alle wieder eingefunden hatten, starteten wir in Richtung Kropp. Über Kurven und Hügel und weitem Blick übers Land hatten wir (nun wieder bei trockener Straße) richtig Fahrspaß. Das Motorrad kippte von rechts nach links und umgekehrt. Nach 1 Stunde erreichten wir das Bauernhofcafé „LebensArt“ im Kropp. Im idyllisch angelegten Garten genossen wir die selbstgebackenen Torten, Kaffee und Eis. Im Obergeschoß des Hauses kam jeder Antiquitätenfreund auf seine Kosten. Hier wurde die Fahrt offiziell beendet und der größte Teil fuhr auf dem direkten Weg nach Hause. Unsere Fahrt ging noch nach Breiholz, wo es hervorragende Matjesbrötchen gibt. Da das Wetter wieder umschlug und alles rundherum schwarz wurde, entschlossen auch wir uns für den schnellen Heimweg.

Es war ein wunderschöner Ausflug, herzlichen Dank Friedrich.

Text: Anne