BMW-Freunde-Einfeld beim Zoll in Hamburg

Zu einer besonderen Tour hatte Zollexperte Matthias am 22. Juni eingeladen. Auf dem Programm stand diesmal ein Besuch des Zollmuseums in der Speicherstadt mit anschließender Weiterfahrt durch die Vier- und Marschlande zum Sachsenwald und dann weiter Richtung Norden wieder nach Neumünster. Gegen 9.00 Uhr startete eine große Gruppe mit vielen Gästen aus dem Oldesloerbereich von der Totaltankstelle in der Kielerstrasse. Auf idyllischen Nebenstrecken fuhren wir den 2.Treffpunkt die Raststätte Holmmoor an und begrüßten Peter, Margret, Michael und Andrea sowie Morten. Nach kurzer Zigarettenpause ging es dann geschlossen auf direktem Weg in die Speicherstadt im Hamburger Hafen. Der sonntägliche Fischmarkt war gerade beendet als wir in die Landungsbrücken einbogen. In der großen Gruppe war höchste Konzentration erforderlich, um heil an den vielen Touristen mit PKW und Bussen vorbeizukommen.

Vorbei am Hanseatic-Trade-Center ging’s dann in die Speicherstadt. Hier rollten wir an malerischen Backsteinfassaden vorbei bis zum Deutschen Zollmuseum. Historisch ist anzumerken, dass 1881 zwischen der Stadt Hamburg und dem Deutschen Reich ein Vertrag abgeschlossen wurde, der vorsah, dass ab 1888 Importgüter nur innerhalb dieses Freihafengebiets zollfrei gelagert werden durften. Neben Kaffee, Gewürzen und anderen Importwaren war hier der weltweit bedeuternste Handelsplatz für Orientteppiche. Einige Importeure aus dem Iran, Afghanistan sind auch heute noch vertreten. Im Deutschen Zollmuseum war natürlich die Sektion mit den aufgedeckten Schmuggelaktionen von großem Interesse. Matthias konnte als Fachmann zu dem einen und anderen Exponat aufschlussreiche Erläuterungen geben. Danach fuhren wir zu einem in der Nähe liegenden ausgemusterten sowjetischen U-Boot, heute ein Museumsschiff. Eindrucksvoll wie ein Relikt des Kalten Krieges nun friedlich in Feindesland seine letzte Ruhe gefunden hat. Weiter ging es nun entlang verzweigter Kanäle durch das Gemüseanbaugebiet Vierlande zum Fähranleger Zollenspieker. Hier lässt man sich nicht nur übersetzen, hier treffen sich auch Biker unterschiedlichster Richtungen. Wir genossen diese Idylle bei strahlendem Sonnenschein und fuhren am frühen Nachmittag weiter durch den Sachsenwald auf schön kurvigen Kreis- und Landstrassen nach Rohlfshagen. Obwohl der Parkplatz des dortigen Landgasthauses nicht gerade klein ist, war nach unserer Ankunft hier-closed- angesagt. Dank sehr guter Vorausplanung hatten wir im Garten schnell unsere Plätze eingenommen und bekamen wirklich guten Kaffee und Kuchen serviert. Während wir diese Köstlichkeiten genossen, fasste Matthias die Tour mit einigen Worten noch mal zusammen, und natürlich gab es auch von seitens der Teilnehmer an dieser Stelle spontanen Beifall und Lob für die gute Organisation dieser rundumgelungen Tagesfahrt. Von hier ging es einzeln oder in Gruppen in Richtung Heimat.

Text: Gudrun und Jürgen