Besuch der Lufthansa-Werft in Hamburg am 09. Juli 2003

Eberhard Langenbach, ein „Ur-Gestein“ der Lufthansa rief und die BMW-Freunde-Einfeld kamen. Einer Einladung zur 2. Werksbesichtigung wollten sich 20 BMW-Freunde-Einfeld nicht entgehen lassen. Bereits im vergangenen Jahr  konnten wir schon eine Werksbesichtigung bei Herrn Langenbach buchen, weiterhin hat er uns bereits 2mal in Einfeld über die Entstehung der Flugmotoren informiert. Wir trafen uns um 17.00 Uhr in Hamburg und wurden im Besucherzentrum  freundlicherweise von Herrn Eberhard Langenbach  mit Kaffee begrüßt. In seiner Einführungsrede erwarben wir einen Eindruck über die "Kleinstadt-Lufthansa"  in Hamburg. Die verschiedenen Bereiche  erläuterte Langenbach, wobei er seinen Schwerpunkt auf das Geschäftsfeld Technik legte.

Mit der Lufthansa Technik AG gehört der weltweit größte zivile Anbieter luftfahrttechnischer Dienstleistungen zum Konzern. Wartung und Überholung von Flugzeugen, Instandhaltung und Reparatur von Triebwerken, Geräten und Komponenten einschließlich Engineering und Materialversorgung kennzeichnen das Leistungsspektrum. Sie ist verantwortlich für die technische Sicherheit und Zuverlässigkeit, aber auch für die Erhaltung des Flottenwertes. Außer den Fluggesellschaften des Lufthansa Konzerns zählen über 260 weitere Airlines zu ihren Kunden. Im Bereich Komplettbetreuung ganzer Flotten und VIP-Kabinenausstattung hält das Unternehmen einen Weltmarktanteil von zehn Prozent. Die Lufthansa Technik beschäftigt ca. 10.700 Mitarbeiter auf ihren Basen in Hamburg, Frankfurt, München und Berlin und auf über 100 Flughäfen in aller Welt. Anhand dieser Daten lassen sich die Dimensionen dieses Wirtschaftszweiges kaum erkennen, dafür sind wir nun gekommen und ließen uns, mit Kopfhörern ausgestattet, ein Teil der Technik erklärten. Mit ausführlichen Informationen, fast mit Liebe zu Detail, erklärte uns Eberhard Langenbach nicht nur die komplizierten Bauteile des Flugzeugrumpfes, auch über die Reparaturen einer Turbine wurde ausführlich diskutiert. Eine Turbine besteht aus vielen Einzelteilen, deren Zusammenspiel ist Präzision höchster Güte, jede Unwucht eines noch so kleinen Stücks kann zum Ausfall des Gesamttriebwerkes führen. Risse und Verschleiß durch extreme mechanische Belastung und tausende Stunden in den heißen Verbrennungsgasen müssen deshalb rechtzeitig erkannt und behoben werden. Verschlissene Komponenten zu ersetzen belasten die Umwelt und kosten viel Geld – Turbinen sind die mit Abstand teuersten Teile an einem Flugzeug. Die Wiederverwendung lohnt daher einigen Aufwand. Reparieren ist schon aus ökonomischen Gründen in aller Regel besser als Wegwerfen. Viele Dinge sind uns bei dem Rundgang durch die Hallen aufgefallen. Peinliche Sauberkeit in allen Abteilungen, Umweltvorsorge an allen Standorten. Durch dieses Engagement hat sich die Lufthansa den Umweltpreis des B.A.U.M. e.V. geholt. Nach 4stündiger Führung traten wir etwas erschöpft die Heimreise an. An dieser Stelle sei noch einmal Dank gesagt an Herrn Eberhard Langebach für eine tolle Führung in „seiner“ Werft, ich glaube wir haben Bereiche sehen dürfen, die kein „normaler“ Besucher betreten darf. Gerne würden wir diesen Besuch im nächsten Jahre (oder auch später) wiederholen.

Text: Peter