Mirow an der Müritz

Die BMW-Freunde-Einfeld trafen sich noch vor dem Aufstehen am 1. Mai 03 um 8.00 Uhr am Treffpunkt Total-Tankstelle. Es waren 18 Motorräder, ein Gespann und ein Vierbeiner am Start. Bei trockenem Wetter ging es dann zum Rastplatz nach Rehbrock. Von da aus startete dann die Gruppe in Richtung Mecklenburg-Vorpommern. Die Strecke führte über Mölln, Zarrentin, weiter durch wunderschöne Naturschutzgebiete und an unzähligen Storchennestern (diverse Nester wurden von allen Bikern heftigst begrüßt.) Gleichzeitig war es auch eine Tour, die erahnen ließ, welche Straßenverhältnisse uns noch so erwarten sollten. Dank Navigationssysteme wurde dann in den Nachmittagsstunden das Hotel in Mirow erreicht. Nach dem Einchecken wurde dann das Feierabendbier bei einem guten Essen genossen, und die Höhepunkte ausgiebig besprochen. Ergebnis: Am nächsten Tag wird das Gespann ohne Vierbeiner und Sozius bewegt.

Am nächsten Tag bei strahlendem Sonnenschein wurde zur Ausfahrt um die Seenplatte aufgebrochen. Es ging über kleine Nebenstrecken, schöne Alleen, Seen über abenteuerliche Wegabschnitte nach Templin, Steglitz bis nach Hardenbeck zur Mittagspause an einem Bikertreffpunkt. Nach einer Mittagspause in der Sonne auf einer Terrasse direkt am See, ging es dann weiter über sehr unterschiedliche Straßenabschnitte Richtung Mirow. Spätestens auf der Rücktour war uns allen bewusst, was ein Testfahrer alles über sich ergehen lassen muss, um die Standfestigkeit der Maschine, des Gesäßes und der allgemeinen körperlichen Verfassung zu erproben. Nach der Ankunft im Hotel wurde wiederum nach einem guten Bier und Essen eine Diskussion über den nächsten Tag in Gang gesetzt. Ergebnis: Gespann und zwei Motorräder bleiben in Mirow. Der zweite Tag in Mirow begann morgens mit leichtem Wind und Bewölkung. Diese Tour stand unter dem Motto: Wo geht’s bitte nach Afrika. Wer es nicht glaubt, auf dieser Fahrt wurden Kamele in freier Wildbahn gesichtet, ein Fuchs begrüßte uns am Straßenrand, und unzählige Storchennester wurden gesichtet und zum Teil umrundet. Dann wurden noch eine Menge Antilopen, oder waren es doch  Rehe? gesehen. Zur Freude aller wurde uns dann noch ein Geländeabschnitt zum Durchfahren geboten, um auch die Geländetauglichkeit von Motorrad und Fahrer zu prüfen. Weiter ging es dann nach Waren, um einen warmen Kaffee zu trinken, denn das Wetter ließ uns nun im Stich. Es setzte Regen und sehr starker Wind ein. Hier folgte der Beschluss: Rückfahrt auf direktem Wege nach Mirow. Auf der Fahrt dorthin wurden auf den Geraden beängstigende Schräglagen gefahren, der Wind trieb ein böses Spiel mit uns. Ergebnis der Abschlussbesprechung: Alle Motorräder und Fahrer haben den Test im Gelände bestanden. Darauf wurde zünftig angestoßen. Nicht nur die Nacht ist in Mirow dunkel sondern auch das Bier. Am nächsten Morgen nach einem guten Frühstück wurde dann nach belieben die Heimreise angetreten. Einige hatten immer noch nicht genug vom Motorradfahren und ließen sich von den beiden hervorragenden Tourenguides, Anne und Werner, die übrigens jederzeit alles unter Kontrolle hatten (wenn es einmal nicht so war, dann lag es wohl am Navigationssystem, oder plötzlich auftauchende Nebenstrassen). Es ging wieder bei strahlendem Sonnenschein an der Seenplatte vorbei Richtung Elbe. Nach einem guten Mittagsessen, (wer keinen Sonnenbrand bekam, saß im Schatten), ging es durch herrliche Dörfer mit Blick auf die Elbe zum Eisessen nach Neuhaus. Nachdem ging es weiter über atemberaubende Kurven, verfolgt von vielen Kurvensüchtigen Bikern, unbeirrt Richtung Gudow. Dort trennte sich der Rest der Gruppe um nach 4 tollen Motorradtagen sich wieder nach Hause zu begeben. Ergebnis der Schlussbesprechung:

1: Fahrer/innen und Motorräder sind für alle Strassen dieser Welt geeignet.

2: Schadensbilanz: 2 gerissene Auspuffkrümmer, diverse Schrauben und Nieten locker.

3: Traumhafte Ausfahrten, sollte unbedingt wiederholt werden.

4: Zwei hervorragende Tourenguides: Danke an Anne und Werner.

Text: Moni & Fred