Grenzverkehr

Mathias hatte eingeladen zu einer Tour „Grenzverkehr“ zum „TAG DER DEUTSCHEN EINHEIT“. Um 9.00 Uhr war Treffpunkt an der –Total-Tanke. Donnerwetter – 20 Maschinen kamen und bei herrlichsten Sonnenschein, zwar noch ein bisschen kalt, starteten wir auf kleinen Sträßchen, über Bönebüttel, Bokhorst, Wankendorf, vorbei am Belauer-See, Stocksee nach Schlamersdorf zu unserer ersten kurzen Rast bzw. PP. Die Sonne kam langsam höher und es wurde somit auch wärmer. Weiter ging es über Ahrensbök, dort stießen noch 5 Biker, d.h. Werner und Anneliese mit ihrer „Oldesloer-Gang“ dazu. Nun waren wir 25 Motorräder. Mit Schwung ging es zu einer der schönsten Motorradstrecken SH über Schwochel, Sarkwitz in Richtung Priwall-Fähre.

Dort herrschte reges Treiben und die Fähren pendelten voll besetzt immer hin und her. Tolle Stimmung: Segelboote, Motorboote und die Riesenfähre „Peter Pan“, alles war vertreten bei diesem schönen Wetter. Wir schauten noch eine Weile zu und weiter fuhren wir in Richtung Osten, auf teilweise sehr guten Straßen, manchmal aber auch schlechtes Kopfsteinpflaster, durch kleine Dörfchen mit grauen, armseligen Häuschen. Ein bisschen merkt man immer noch, dass man im Osten ist. Diese dichten Alleen geben es, glaube ich, nur dort. Auch ein ganzes Feld mit Kürbissen hatte ich noch nie gesehen. Als wir dann über Dassow, Herrenburg an der Grenze entlang nach Schlagsdorf kamen, waren wir doch tief bewegt über das Mahnmal des ehem. „Eisernen Vorhangs“. Welche Techniken und Methoden ausgeklügelt wurden, um ein Fliehen zu verhindern – unglaublich ! Weiter ging es ein kleines Stück durch SH wieder `gen Osten entlang des Schaalsees über Lassahn nach Zarrentin – teilweise schlimme Wegstrecken wir wurden so richtig durchgeschüttelt -. Unsere Mittagspause war fast erreicht: Großzecher die „Kutscherscheune“. Mittagsessen gab es nicht mehr, es war schon 14.oo Uhr, dafür Kaffe und Kuchen, einige von uns fuhren noch zum Imbiss nach Seedorf und aßen Fisch o.ä., aber die „Kutschertorte“ war nicht zu verachten, einfach köstlich. Diese Idylle hier war ein Highlight, die sanfte Laubfärbung der Bäume, die Beleuchtung und die Sonne spiegelte sich im See. Familie Jahnke, immerhin mit 8 Personen vertreten, speiste am Bootssteg. Mutter Jahnke hatte ihren Lieben alles mitgegeben, zu schön ! Nun fuhren wir weiter nach Ratzeburg zum Eisessen. Dort war es rappelvoll, kaum ein Parkplatz zu kriegen. Es war nun auch schon 17. 00 Uhr. Die Heimreise verlief individuell. Einige hatten sich schon auf den Heimweg gemacht. Ich hatte in dem Gewusel meine Gruppe verloren und machte mich allein auf den Heimweg. Auf dem schnellsten Weg über Bad Oldesloe auf die A21 nach Neumünster zurück. Alles in allem, es war ein gelungener Tag und wir hoffen, dass Mathias noch mehr solcher Höhepunkte (aber nur mit Sonne) bringt. Danke!

Text: Elke