Neumünster – Parchim – Kolberg – Neumünster

Exakt 1270 km an 3 Tagen auf dem Motorrad abzufahren sind keine Kleinigkeit ! Genau dieses schafften 23 Mitglieder der BMW-Freunde auf 18 Motorrädern. Die Tour führte in der Zeit vom 02.08. – 04.08.2002 von Neumünster nach Kolberg in Polen. Ausgearbeitet und geführt wurde die perfekt geplante Fahrt von Mathias Jahnke. Wie immer starteten wir auf dem Parkplatz neben der „Total-Tankstelle“ von Ernst Werner Kröger. Bei eher traurigem Regenwetter ging es über Ratzeburg zu unserer Partnerstadt Parchim, wo auch Siegfried und Renate Pleines zu uns gestoßen sind. Nach mehreren Pausen erreichten wir dann am frühen Abend Eggesin, wo die Mitarbeiter des Hotels „Stadt Eggesin“ uns schon erwarteten. Bei aufgeklartem Wetter und guter Stimmung ließen wir uns das Abendessen gut schmecken und den Abend gemütlich ausklingen.

Am nächsten Tag ging es dann in aller Frühe weiter in Richtung Grenze, die wir ohne lange Wartezeit und Probleme überquerten. Stettin ließen wir links liegen, um auf der E28 ein gutes Stück vorwärts zu kommen. Ein ganz neuer Eindruck einer Autobahn: Radfahrer, Fußgänger und Leute, die am Straßenrand Heidelbeeren und Pfifferlinge verkauften ! Auch in Polen hatte Petrus kein Einsehen, denn es regnete wieder in Strömen. In Miedzydroje auf der Halbinsel Wolin wurde Mittagspause gemacht. Unsere Motorräder fanden großen Anklang, und so manches Foto wurde von dem einen oder anderen polnischen Urlauber gemacht. Danach ging es weiter an der Ostseeküste entlang und da auch hier Urlaubszeit war, tobte in den Ostseebädern der Bär. In Trzebiatow wurde eine Kaffeepause eingelegt, da bei den meisten Fahrern die Luft raus war. Es gab einen Festumzug zu Ehren der Wikinger, den wir uns auf Anraten einer Bewohnerin unbedingt anschauen sollten. Die Presse war auch gleich zur Stelle; ein Interview wurde gegeben und entsprechende Fotos gemacht. Bevor es weiterging, fuhren wir noch eine Ehrenrunde auf unseren Maschinen, was von den Trzebiatowern begeistert aufgenommen wurde. Jetzt war es nicht mehr weit bis Kolberg, unserer Endstation, wo wir gegen 17.30 Uhr in unserem Hotel eintrafen. Die Zimmerverteilung war kein Problem, doch 18 Motorräder in 3 Containern unterzubringen eine wahre Herausforderung !!! Nach dem Duschen waren wir wieder fit für einen Spaziergang am Strand, in die Altstadt oder einfach nur für das Abendessen. Punkt 9.00 Uhr traten wir am Sonntag die Heimreise an, diesmal bei trockenem Wetter. Über Trezebiatow, Gryfice, Ploty ging es über Nowograd nach Pomellen zum Grenzübergang. Auf der Autobahn kamen wir dann ein ganzes Stück vorwärts, bevor wir dann wieder auf die Bundesstraße wechselten, um in einem gemütlichem Gasthof zum Mittagessen einzukehren. Frisch gestärkt und ausgeruht wurde dann die letzte Etappe der Heimfahrt angetreten. Das Wetter hatte es bis jetzt gut mit uns gemeint, doch auf der Autobahn kurz vor Wismar setzte mal wieder Regen ein. Das konnte unserer guten Stimmung jedoch nicht schaden. Hatten wir doch eine herrliche Motorradtour hinter uns. Wir bedanken uns noch mal ganz herzlich bei Mathias für die Ausarbeitung und Führung dieser Tour nach Polen.

Text: Gabi und Reinhard