Schottenring

13. Schottenring Classic Grand-Prix am 18./19.Aug. 2001 auf dem Stadtkurs Schotten mit klassischen Renn- und Sportmaschinen sowie Gespannen. In der gewohnt guten Vorbereitung und Organisation durch den Vorstand des MSC "Rund um Schotten" e.V. und die vielen Helferinnen und Helfer, gelang es dem Verein wieder eine sehenswerte Motorsportveranstaltung zu organisieren. Verbesserungen an der Strecke wurden vorgenommen, um den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten. Mehr Tribünenplätze und mehr Sicherheit durch eine Fußgängerunterführung sowie weitere befestigte Flächen seien hier erwähnt. Natürlich durfte am Ring die "Legende" Friedel Münch nicht fehlen.

Gaufi, Hartwig und Siegfried waren erfreut Friedel Münch  begrüßen zu können. Der Stadtkurs in Schotten (südlich des Stadtzentrums) hat eine Länge von etwa 1,4 km. Beim Grand-Prix 2000 starteten 332 Teilnehmer aus 8 Nationen. Da es sich nicht um  Zeitfahren handelt, sondern um Gleichmäßigkeitslauf, sei hier erwähnt, dass sich bei einem Gleichmäßigkeitslauf nicht um einen Rennen, sondern wie der Name sagt, darum, dass derjenige Fahrer der Gewinner ist, der am gleichmäßigsten fahren kann. Um dies festzustellen, müssen einige Spielregeln beachtet werden. Alle Teilnehmer müssen am Training teilnehmen, um die Strecke kennenzulernen. Vor dem Training wird das Motorrand technisch geprüft. Nach abgeschlossenem Training wurde die Startaufstellung für den Sonntag festgelegt. Ich kann hier nur eine kurze Aufstellung der Maschinen zum Gleichmäßigkeitslauf geben:

 

Vintage 1920-1930    50 ccm               Classic  175 ccm                 Gespanne bis 1964

Post Vintage bis 350 ccm                   Classic bis 250 ccm             Gespanne Sitzer bis 1967

Post Vintage über 350 ccm                 Classic bis 350 ccm              Classic Kneeler-Gespanne

Classic über 350 ccm                         Classic, Werks- und Rennmaschinen, Willi Marewski

Antik-Klasse bis 1928

Ein besonderer Augen- und Ohrenschmaus war der Classic, Werks- und Rennmaschinen von Willi Marewski.

Am Start mit 22 Maschinen war u.a.  Jim Redmann, 6x Weltmeister auf Honda, gefahren wurde auf

MV Augusta 4-Zylinder, weiter mit Umberto Masetti, 2 x WM auf Gilera (1950-52) gefahren wurde auf Gilera 4-Zyl.,

Dieter Braun 2 x WM, 3 x Vize-WM, 5 x DM. gefahren mit MV Augusta, Ernst Hiller 6 x DM, gefahren auf Gilera,

Lothar John 2 x DM, 3 x Vize DM auf BMW RS 54, Luigi Taveri 3xWM, 5xVize WM, 7xSchweizer Meister,

gefahren auf Honda RC 162, u.v.a.

Schotten ist eine schöne Strecke, landschaftlich betrachtet. Wenn man geruhsam mit dem Wagen oder dem Motorrad über Höhen und durch Täler des Vogelsberges fährt, dann hüpft das Herz vor Freude über dieses Panorama von Wäldern, Wiesen und idyllischen Dörfern. Der Rennfahrer hat dafür keinen Blick. Er darf kein Auge abseits riskieren, denn der Kurs und die Bahndecke haben ihre Tücken, besonders dann, wenn es regnet. Und das Wetter treibt hier oben immer bei Rennen seine groben Scherze. Ein solches Wetter ist Tradition in Schotten. An der Siegerehrung ab 18.30 Uhr im Festzelt habe ich nicht mehr daran teilnehmen können, da die An- bzw. Abfahrt nach Neumünster doch etwa 4-5 Stunden benötigt werden. Wer diese Eindrücke bisher noch nicht erlebt habe, kann ich nur sagen: 14. Schottenring-Grand-Prix  2002 wird wieder ein Erlebnis.

Text: Peter Vogel